ich hab mir einen tag gelieh’n
beim troedler eingeloest. als pfand
mein alter frack der schien
mir passend. da ich vor ihm stand
begriff ich erst die hosennaht
reicht hin als pfand. ich hab auf den
zylinder losgespart
und blieb beim schau’n im fenster steh’n.
pfand.leih.gabe
um einen tag zu leihen
mit türen klingeln eingetreten
und ‚guten morgen hoch erfreut.’
ein wink ans licht herangebeten
‚was bringen sie mir schönes heut.’
‚ich bringe ihnen – schau’n sie her
diesen frack hier. sagt er ihn’n
zu. ihn zu verpfaenden faellt mir schwer
ich haett’ gern einen tag gelieh’n.’
pfand.leih.gabe
um einen tag zu leihen
‚ich bring ihn wieder sicher. ich
haeng’ an der einfalt meines fracks.’
der troedler ‚sie erinnern sich
noch an die frage des geschmacks?’
‚auf wiederseh’n ich troedle schon
pfluecke den tag so heißt es doch.
grueßen sie mir ihren sohn
und schönen tag auch ihnen noch.’
pfand.leih.gabe
um einen tag zu leihen